Perimenopause mit 40: Das Verständnis dieser Phase verändert sich

Perimenopause mit 40: Das Verständnis dieser Phase verändert sich

Die Art und Weise, wie die Perimenopause verstanden wird, verändert sich. Viele Jahre lang wurde diese Phase vor allem mit Symptomen wie Hitzewallungen oder Menstruationsstörungen in Verbindung gebracht.

Es gibt jedoch immer mehr Hinweise darauf, dass der Übergang zur Menopause mit hormonellen und metabolischen Veränderungen einhergeht, die bereits Jahre vorher auftreten können, bevor die bekanntesten Anzeichen sichtbar werden.

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor der Menopause, in der die Eierstöcke beginnen, unregelmäßiger zu funktionieren. Dadurch verändern sich die Hormonspiegel, insbesondere die von Östrogenen und Progesteron.

Obwohl sie meist Mitte der 40er beginnt, gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die biologischen Veränderungen, die mit diesem Übergang verbunden sind, deutlich früher einsetzen, als die ersten Symptome klar erkannt werden.

Ein neues Verständnis der Perimenopause

Traditionell wurde die Perimenopause anhand von Symptomen diagnostiziert, die als „klassisch" gelten, insbesondere Hitzewallungen und Menstruationsunregelmäßigkeiten. Neuere Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass diese Sichtweise zu eingeschränkt sein kann.

Eine internationale Studie mit mehr als 17.000 Frauen aus 158 Ländern zeigte, dass Hitzewallungen zwar das Symptom sind, das die meisten Frauen mit der Perimenopause verbinden, aber nicht das häufigste Symptom.

Die häufigsten Symptome während der Perimenopause waren:

  • Müdigkeit
  • Körperliche und geistige Erschöpfung
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Angst und Verdauungsprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder „Brain Fog"
  • Veränderungen des Körpergewichts

Diese Erkenntnisse haben dazu beigetragen, das Konzept der Perimenopause zu erweitern und sie als komplexen Prozess zu verstehen, der mehrere Systeme des Körpers betrifft und sich bei jeder Frau sehr unterschiedlich äußern kann.

Warum wird die Perimenopause zu selten diagnostiziert?

Einer der Hauptgründe ist, dass viele ihrer Symptome unspezifisch sind und leicht mit anderen typischen Situationen in dieser Lebensphase verwechselt werden können.

Fatigue, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen oder Schlafprobleme werden häufig Stress, beruflicher Belastung, familiären Verpflichtungen oder einfach dem heutigen Lebenstempo zugeschrieben.

Infolgedessen bringen viele Frauen diese Symptome nicht mit dem Übergang zur Menopause in Verbindung und können Jahre verbringen, ohne deren eigentliche Ursache zu erkennen.

Den Übergang verstehen, um ihn besser zu erleben

Die Perimenopause ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben einer Frau. Die damit verbundenen Veränderungen besser zu verstehen, hilft nicht nur dabei, ihre Symptome zu erkennen, sondern auch, diesen Übergang mit mehr Wissen, Vertrauen und Verständnis zu erleben.

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