Erhalt der Fruchtbarkeit durch Eizellvitrifikation

Immer mehr Frauen entscheiden sich aus persönlichen oder beruflichen Gründen dafür, die Mutterschaft aufzuschieben, oder weil sie noch nicht den richtigen Zeitpunkt für diesen Schritt gefunden haben. In anderen Fällen entsteht die Notwendigkeit, die Fruchtbarkeit zu erhalten, nach der Diagnose einer Erkrankung oder vor Beginn einer medizinischen Behandlung, die die Eierstockfunktion beeinträchtigen könnte.

In beiden Fällen bietet die Eizellvitrifikation die Möglichkeit, Eizellen zu erhalten, solange sie noch ein gutes reproduktives Potenzial besitzen und damit die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft zu erhöhen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Eizellen zu vitrifizieren?

Das Alter ist einer der Faktoren, die die Ergebnisse der Vitrifikation am stärksten beeinflussen. Mit den Jahren nehmen sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Eizellen ab, weshalb ihre Konservierung in jüngerem Alter in der Regel höhere Erfolgschancen bietet.

Aus diesem Grund wird meist empfohlen, die Vitrifikation vor dem 35.-36. Lebensjahr durchzuführen, wenn das reproduktive Potenzial der Eizellen in der Regel höher ist.

Das Alter ist jedoch nicht der einzige Faktor, der berücksichtigt wird. Auch die ovarielle Reserve und die reproduktiven Ziele jeder Frau sind wichtige Faktoren, um den am besten geeigneten Zeitpunkt zu bestimmen.

Worin besteht die Eizellvitrifikation?

Die Vitrifikation ist eine ultraschnelle Gefriertechnik, mit der Eizellen bei -196 °C aufbewahrt werden können. Dieser Prozess verhindert die Bildung von Eiskristallen im Zellinneren und trägt dazu bei, ihre biologischen Eigenschaften zu erhalten.

Vor Beginn der Behandlung wird eine Fertilitätsuntersuchung durchgeführt, die eine Hormonanalyse und eine Ultraschalluntersuchung umfasst, um die ovarielle Reserve zu beurteilen und den Ablauf individuell zu planen.

Anschließend erfolgt eine ovarielle Stimulation, um die Entwicklung mehrerer Follikel zu fördern. Wenn die Eizellen den geeigneten Reifegrad erreicht haben, werden sie mittels Follikelpunktion gewonnen und anschließend vitrifiziert.

Wie viele Eizellen sollten idealerweise vitrifiziert werden?

Es gibt keine Anzahl von Eizellen, die für alle Frauen gleichermaßen geeignet ist. Die empfohlene Menge hängt hauptsächlich vom Alter zum Zeitpunkt der Vitrifikation und von den reproduktiven Zielen der jeweiligen Patientin ab.

Als Orientierung gilt es meist als sinnvoll, mindestens 8 bis 10 Eizellen zu vitrifizieren, um realistische Chancen auf eine Schwangerschaft zu haben. Diese Zahl muss jedoch immer an die Merkmale jeder Frau angepasst werden.

Im Allgemeinen gilt: Je mehr Eizellen eingefroren werden, desto größer sind die Erfolgschancen. Daher wird der Spezialist beurteilen, ob ein einziger Stimulationszyklus ausreicht oder ob mehr als ein Zyklus empfohlen werden kann, um die Erfolgschancen zu optimieren.

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