Eileiter verschlossen: Was tun?

Was sind die Eileiter und wozu nützen sie?

Die Eileiter sind 10 bis ca. 12cm lange muskulöse Schläuche, die den Eierstock mit der Gebärmutter verbinden. Ihre Funktion ist fundamental für die Befruchtung, da der Transport der Eizellen über die Eileiter erfolgt, wo Sie in der Eileiterampulle von der Samenzelle befruchtet werden.

Um eine Fekundation zu erreichen, müssen die Eileiter durchlässig sein. Das bedeutet, dass diese auf keinen Fall geschlossen sein dürfen, damit nichts verhindern kann, dass die Eizellen auf die Spermatozoen treffen.  Außerdem müssen die Eileiter auch sehr beweglich sein, da ihre Aufgabe darin besteht nach dem Eisprung die Eizelle einzusaugen und mit muskulären Kontraktionen in Richtung der Samenzellen zu bewegen.

 

Eileiterverschluss

Der Verschluss der Eileiter ist eine der Hauptgründe für die feminine Infertilität, da die Kommunikation zwischen Eierstock und Gebärmutter unterbunden ist.

Der Verschluss kann total sein (beide Eileiter sind betroffen) oder partial (Nur eine der beiden Eileiter ist betroffen) sein.

– Handelt es sich um einen partiellen Verschluss, macht es die Befruchtung sehr schwierig aber nicht unmöglich. Das heißt, man kann immer noch schwanger werden, aber es kann länger dauern als normal.

– Der partielle Verschluss bedeutet, dass es immer die Möglichkeit gibt, dass einige Eizellen trotzdem zu den Spermatozoen durchkommen, und damit befruchtet werden können.

– Der totale Verschluss bedeutet, dass eine Befruchtung ja nicht mehr möglich ist, da die Eizelle und die Samenzelle nicht aufeinandertreffen können.

Wie kommt es zum Eileiterverschluss?

Es gibt verschiedene Ursachen für den Eileiterverschluss unter anderen folgende:

– Sexuell übertragbare Erkrankungen

– Adnexitis: Eileiterentzündung

– Endometriose

– Nebenwirkungen der Spirale

– Vernarbungen infolge von Operationen

– Ektopische Schwangerschaft oder komplizierte Abgänge

– Vorherige Problemschwangerschaften

Wie entdeckt und behandelt man den Verschluss die Eileiter?

Die Prüfung der Durchgängigkeit kann durch eine Hysterosalpingographie erfolgen, das ist ein Ultraschall mit Kontrast. Dabei wird ein Kontrastmittel in den Zervix gespritzt, das die Gebärmutterhöhle und die Eileiter füllt, und schließlich in den Bauchraum ausfließt.

Man kann diese Prüfung auch durch eine Hysterosonographie durchführen, dabei wird eine Kochsalzlösung in die Gebärmutterhöhle eingeführt, und so die Durchlässigkeit der Eileiter geprüft. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man diese beim Gynäkologen machen kann.

Wie kann man trotz Eileiterverschluss schwanger werden?

Es hat sich gezeigt, dass Operationen um die Eileiter wieder durchlässig zu machen nicht in Bezug auf die Schwangerschaftsraten nicht sehr erfolgreich sind. Deshalb wird bei Eileiterverschluss empfohlen auf die Methoden der assistierten Reproduktion zurückzugreifen. In diesen Fällen wird eine In Vitro Befruchtung (IVB).

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie dieses Thema interessiert, wir beraten Sie gerne.

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *