Zwischenblutungen sind jegliche vaginale Blutungen, die zwischen zwei Menstruationen auftreten. Sie können als leichte Schmierblutungen (Spotting) oder als deutlicherer Ausfluss auftreten, manchmal ähnlich einer sehr schwachen Regelblutung.
Wenn man versucht, schwanger zu werden, kann diese Art von Blutung Zweifel aufkommen lassen. Sie deutet jedoch nicht immer auf ein Problem hin, da sie in vielen Fällen auf hormonelle Veränderungen im Rahmen des Menstruationszyklus zurückzuführen ist.
Daher ist es entscheidend, die Merkmale der Blutung und den Zeitpunkt im Zyklus, zu dem sie auftritt, zu beobachten, um einen physiologischen Vorgang von einer Situation zu unterscheiden, die abgeklärt werden sollte.
Wie erkennt man Zwischenblutungen?
Im Gegensatz zur normalen Menstruation ist diese Schmierblutung meist unregelmäßiger und variabler. Um sie richtig zu identifizieren, ist es hilfreich, auf drei Aspekte zu achten:
- Die Farbe: Sie kann von leuchtendem Rot bis zu dunklem Braun reichen.
- Die Menge: Sie ist in der Regel gering, kann in einigen Fällen jedoch auch stärker ausfallen.
- Begleitende Symptome: Sie kann ohne Beschwerden auftreten oder mit leichten Unterleibsschmerzen einhergehen. Wenn sie einen unangenehmen Geruch aufweist oder mit Beschwerden beim Wasserlassen einhergeht, könnte dies auf eine Infektion hindeuten, und es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen.
Was sind die Ursachen für Zwischenblutungen?
Zwischenblutungen können verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen stehen sie im Zusammenhang mit den für den Menstruationszyklus typischen Veränderungen, in anderen Fällen können sie jedoch auf Störungen zurückzuführen sein, die abgeklärt werden sollten.
Ursachen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus
Manche Blutungen sind Teil der normalen Schwankungen des Zyklus:
- Eisprung: Bei einigen Frauen kommt es in der Mitte des Zyklus zu leichtem Schmierbluten, das auf den Rückgang des Östrogenspiegels nach der Freisetzung der Eizelle zurückzuführen ist.
- Nistungsblutung: Sie kann auftreten, wenn sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Es handelt sich in der Regel um eine leichte, rosafarbene oder braune Blutung, die einige Tage vor dem erwarteten Menstruationstermin auftritt.
- Insuffiziente Lutealphase: Wenn die Progesteronproduktion gering ist, kann sich die Gebärmutterschleimhaut vorzeitig ablösen, was zu Schmierblutungen vor der Regel führt.
Weitere Ursachen, die abgeklärt werden sollten
In anderen Fällen kann die Blutung mit gynäkologischen Veränderungen zusammenhängen, die einer Untersuchung bedürfen:
- Uteruspolypen oder Myome: Diese gutartigen Läsionen können das Gewebe der Gebärmutter reizen oder Blutungen verursachen.
- Endometriose: Diese Erkrankung kann mit abnormalen Blutungen einhergehen.
- Infektionen: Erkrankungen wie Zervizitis oder entzündliche Erkrankungen des Beckens können Entzündungen und Zwischenblutungen verursachen.
- Veränderungen am Gebärmutterhals: Kleine Veränderungen oder Läsionen am Gebärmutterhals können Blutungen auslösen.
Wann sollte man einen Facharzt aufsuchen?
Wenn die Blutung nur vereinzelt auftritt, hat sie in der Regel keine klinische Bedeutung. Es ist jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
- Die Blutung über mehrere Zyklen hinweg wiederholt auftritt.
- Sie stark sind oder von starken Unterleibsschmerzen begleitet werden.
- Sie nach dem Geschlechtsverkehr auftritt.
- Sie von Fieber oder ungewöhnlich riechendem Ausfluss begleitet wird.
Die Ermittlung der Ursache der Blutung ermöglicht es, Probleme auszuschließen und die am besten geeignete Behandlung zu wählen, insbesondere wenn der Wunsch nach einer Schwangerschaft besteht.