Eizellspende in Spanien: Zu berücksichtigende Aspekte

Spanien ist weltweit führend im Bereich der Organspende und -transplantation. Nach Angaben der Nationalen Organisation für Organtransplantation, wurden im Vorjahr 1.643 Spender und 4.221 Organtransplantationen registriert. Dieser Erfolg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: angemessene Rechtsvorschriften, die die Organspende und –transplantation ermöglichen, ein nationales Transplantationssystem, mit einem Verwaltungsmodel, das eine weltweite Rolle als Vorreiter geniesst und ein soziales Gewissen, dass die Organspende fördert.

Die Eizellspende ist eine Form der Spende, die vielen Paaren, die nicht mit ihren eigenen Eizellen schwanger werden können, die Möglichkeit gibt, es mit denen einer anderen Person zu werden. Wie bei der Organspende, ist Spanien auch ein führendes Land in der Eizellspende.

In Spanien wird die Eizellenspende durch das Gesetz für assistierte Reproduktion geregelt, das Rechtsvorschriften für ein sicheres Verfahren für Spenderinnen, sowie auch für die Empfänger-Paare festlegt. 

Die Eizellenspenderinnen sind der Schlüssel in diesem Prozess. Ohne sie wäre es für viele Paare nicht möglich, eine Schwangerschaft zu erzielen. 
Deshalb, muss man Ihre Hilfe hervorheben und ebenfalls die ganze Behandlung erleichtern, damit es für sie so einfach und sicher wie möglich ist. 

Es gibt drei wichtige Punkte, die bei der Eizellspende in Spanien hervorzuheben sind: 

1. Eizellspende ist altruistisch. Eine in unserem Zentrum durchgeführte Studie zeigt, dass die Mehrheit der Spenderinnen (69%) aus dem Grund spendet, um anderen Mitmenschen zu helfen. Ebenso bestätigt eine Studie, die in 11 europäischen Ländern an mehr als 1400 Spendern durchgeführt wurde und auf dem letzten Kongress der ESHRE (European Society of Reproduction) präsentiert wurde, dass mehr als die Hälfte der Spenderinnen aus altruistischen Gründen gespendet haben.

2. Die Spende muss anonym sein. Sie können allgemeine Informationen über die Spenderin erhalten, aber niemals Ihre Identität.

3. Nicht alle Frauen können Eizellspenderinnen sein. Sie müssen zwischen 18 und 35 Jahren alt sein und über eine gute psychische und physische Gesundheit verfügen. Bevor sie Spenderinnen werden, müssen sie durch ein Auswahlverfahren, in dem eine persönliche und familiäre Krankengeschichte erstellt wird (die Spenderin unterzeichnet Dokumente die juristische Folgen haben, im Falle, dass sie falsche Angaben macht. In diesen Dokumenten bestätigt sie, dass keine genetischen und relevanten Erkrankungen bei ihr und bei ihren unmittelbaren Familienangehörigen vorliegen). Es wird ein psychologischer Test, eine körperliche Untersuchung und eine Blutuntersuchung gemacht, um die Blutgruppe zu bestimmen, eine genetische Studie und serologische Untersuchung der wichtigsten Infektionen wie Hepatitis und HIV durchzuführen.

Das übliche Verfahren der Eizellspende ist: 

1. Auswahl der Spenderin : Sobald die Spenderin alle diagnostischen Tests bestanden hat und als geeignet für die Eizellspende befunden wird, wird Sie einem Empfängerpaar zugeordet. Um die größte phänotypische Ähnlichkeit zu gewährleisten, werden die äusserlichen Merkmale und Blutgruppen, bei der Zuordnung berücksichtigt. 
2. Synchronisierung der Zyklen: es wird ein Behandlungsprotokoll für die Synchronisierung der Zyklen der Spenderin und der Empfängerin erstellt. Somit gewährleisten wir einen Embryotransfer, kurz nach dem wir die Eizellen der Spenderin erhalten haben. Wir nennen dies einen „frischen“ Zyklus. 
3.Stimulation und Eizellentnahme der Spenderin: bevor der Prozess begonnen wird, wird die Spenderin ausführlich über die Behandlung und ihre möglichen Nebenwirkungen informiert. Alle Spenderinnen müssen eine Einverständniserklärung vor Beginn der Behandlung unterschreiben. Derzeit können wir mit Sicherheit sagen, dass die Stimulation der Eierstöcke für Spenderinnen ein einfacher und vor allem sicherer Prozess ist. Dieses verdanken wir den Fortschritten in den letzten Jahren, die uns ermöglichen, neue Medikamente, Protokolle und niedrigere Medikamenten-Dosierungen anzuwenden und somit die Risiken dieser Behandlung fast auf Null zu bringen. Darüber hinaus, wenn man die langjährige Erfahrung auf der ganzen Welt und die Durchführung von In-vitro-Fertilisation seit 30 Jahren bedenkt, kann man sagen, dass bislang noch nicht bewiessen werden konnte, dass diese Behandlung Komplikationen für die Gesundheit der Patientin auf lange Sicht hervorruft. 

In Katalonien ist die gesamte Tätigkeit der Zentren für Assistierte Reproduktion in einem Register erfasst, die von der Abteilung für Gesundheit der Generalitat (FIVCAT) koordiniert wird. 
Dieses jährliche öffentliche Register ermöglicht mehr Kontrolle und Transparenz der Behandlungen in den Zentren und ebenso wirkt es sich auch auf die Kontrolle über Zyklen der Spenderinnen aus. Um die Anzahl der Spenden zu regeln, die eine Frau machen darf, schreibt das spanische Recht vor, dass die maximale Anzahl von geboren Kindern mit Keimzellen von einer Spenderin in Spanien, nicht mehr als sechs sein dürfen. In Katalonien, hat die Ethikkommission der Generalitat die Empfehlung erteilt, dass alle Zentren respektieren sollen, dass die Anzahl von sechs Eierstock-Stimulationszyklen pro Spenderin nicht überschritten werden. 

Um Zusammenzufassen, Spanien ist Pionier in der Eizellspende dank des sozialen Bewusstseins, dass zu diesem Thema herscht. Eizellspende wird durch die spanische Gesetzgebung geregelt und durch die Gesundheitsämter der autonomen Gemeinschaften kontrolliert. Eizellspende ist eine sichere Behandlung, so dass keine wesentlichen Risiken für die Spenderinnen, egal ob während der Stimulation der Eierstöcke oder langfristig, nicht vorhanden sind.

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