FRAUEN OHNE MÄNNLICHEN PARTNER

Frauen ohne männlichen Partner können durch künstliche Befruchtung mit Spendersamen schwanger werden.

Welche Behandlungen gibt es?

Die jeweilige Behandlung hängt von der medizinischen Einschätzung eines jeden einzelnen Falles ab.

Die gebräuchlichste Behandlung, so die Eileiter durchlässig sind und die Eierstockfunktion korrekt ist, ist eine künstliche Insemination mit Samenspende (IAD). Kommt es auch nach mehrmaligen Versuchen zu keiner Schwangerschaft oder besteht ein Problem mit den Eileitern, so wird eine In Vitro Befruchtung (IVB) mit Samenspende empfohlen. In einigen Fällen, vor allem wenn eine niedrige Eizellenreserve vorhanden ist, wäre eine Doppelspende möglich: Eizellspende mit Samenspender.

Für homosexuelle Paare, bei denen beide am Prozess beteiligt sein möchten, gibt es die ROPA Methode.

ROPA

Was bedeutet ROPA?

Die ROPA Methode wird auch als doppelte Mutterschaft bezeichnet und bedeutet "Reception of Oocytes Of the PArtner".

Durch diese Technik ist es möglich, dass beide Frauen in den Schwangerschaftsprozess mit eingebunden werden. Eine von ihnen ist die genetische Mutter und die andere die Austragende. Eine Frau gibt ihre Eizellen und fungiert somit als Spenderin, die andere Frau bekommt die Embryonen eingesetzt und ist somit die Empfängerin der Spende.

Welche Behandlungen durchläuft die Frau, die ihre Eizellen spendet?

Die spendende Frau unterzieht sich einer Eierstockstimulation, um so die notwendigen Eizellen für die In Vitro Befruchtung (IVB) zu erhalten. Die Eizellentnahme geschieht unter Sedierung im Operationssaal und dauert ca. zehn Minuten. Nach der Entnahme werden die Eizellen mit dem Spendersamen befruchtet. Von dort an wird die Entwicklung der Embryonen im Labor überwacht, bis am fünften Tag der Embryotransfer stattfindet.

 

 

 

 

Wie wird die Frau vorbereitet, die die Embryonen eingesetzt bekommt?

Die austragende Frau muss eine Behandlung zur Vorbereitung des Endometriums durch Östrogene durchlaufen. Diese Vorbereitung läuft zeitglich mit der Eierstockstimulation der Partnerin ab. Ist das Endometrium ausreichend aufgebaut und sind die Embryonen im Labor, so wird der Embryotransfer in den Uterus der austragenden Frau vorbereitet.

Welche Tests werden empfohlen?

Für die ROPA Methode sind folgende Untersuchungen für die Frau, welche ihre Eizellen spendet, notwendig:

  • Hormonanalyse zum Feststellen der Eizellenreserve
  • Vaginaler Ultraschall zum Ausschluss von Pathologien im Uterus und den Eierstöcken
  • Karyotyp, um genetische Anomalien auszuschließen, die sich auf den Embryo auswirken könnten
  • Blutuntersuchungen zum Ausschluss von übertragbaren Infektionskrankheiten

Die Frau, die den Embryo empfängt, muss folgende Untersuchungen durchführen lassen:

  • Vaginaler Ultraschall zum Ausschluss von Pathologien im Uterus und den Eierstöcken
  • Blutuntersuchungen zum Ausschluss von übertragbaren Infektionskrankheiten

Erfolgschancen

Die Erfolgschancen bei der ROPA Methode sind gleich denen einer In Vitro Befruchtung und hängen hauptsächlich vom Alter der Frau ab, die ihre Eizellen spendet. Sie liegen bei über 50% bis zum 39. Lebensjahr und nehmen danach stetig ab.